{"id":513,"date":"2013-05-15T09:00:18","date_gmt":"2013-05-15T08:00:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.drego.eu\/?p=513"},"modified":"2014-06-20T09:47:25","modified_gmt":"2014-06-20T08:47:25","slug":"irescue-informatiker-der-tu-bergakademie-freiberg-entwickeln-feuerwehr-app","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drego.de\/?p=513","title":{"rendered":"iRescue &#8211; Informatiker der TU Bergakademie Freiberg entwickeln Feuerwehr-App"},"content":{"rendered":"<div style=\"font-weight: bold; margin-bottom: 1em; padding-left: 0.5em; padding-right: 0.5em; line-height: 1.4em;\">Bei Eins\u00e4tzen der Feuerwehr kommt es oft auf jede Sekunde an. Informatiker der TU Bergakademie Freiberg haben deswegen eine App entwickelt, die den Helfern in der Not \u00fcber Tablet-PCs schnell Informationen zur Gefahrenlage liefert. Mit der Software k\u00f6nnen die Feuerwehrm\u00e4nner das Hydrantennetz am Einsatzort digital abrufen, Warntafeln \u2013 die rechteckigen, orangefarbenen Schilder auf Gefahrguttransportern \u2013 per Scan auswerten, Rettungskarten von Pkw-Modellen herunterladen und die Atemschutzger\u00e4te der Einsatzkr\u00e4fte \u00fcberwachen. Zwar gibt es die Software bislang nur als Prototyp, erste Berufsfeuerwehren haben aber bereits Interesse angemeldet, die App bei ihrer Aus- und Fortbildung zu testen.<\/div>\n<p>Wenn es nach Frank Gommlich ginge, sollten die Einsatzkr\u00e4fte der Feuerwehr in Zukunft neben Schl\u00e4uchen, Leitern und Pumpen auch Tablet-PCs, wie das Apple iPad, zu den Eins\u00e4tzen mitnehmen. \u201eAls freiwilliger Feuerwehrmann kenne ich die Situationen und Umst\u00e4nde, die bei Eins\u00e4tzen Zeit rauben\u201c, beschreibt Gommlich seine Erfahrungen. Der Doktorand am Lehrstuhl f\u00fcr Informatik der TU Bergakademie Freiberg ist sich sicher, dass mit Hilfe moderner Ger\u00e4te die Arbeit der Feuerwehren erleichtert werden k\u00f6nnte. Deswegen hat er gemeinsam mit Studenten der Ressourcenuniversit\u00e4t die App &#8222;iRescue&#8220; entwickelt, \u201edie eine kompakte Alternative zu vielen Methoden, die momentan angewendet werden, darstellt.\u201c<\/p>\n<p>So nutzen Feuerwehrleute gegenw\u00e4rtig zum Beispiel so genannte Hydrantenb\u00fccher, um am Einsatzort die Wasserspender zu finden. \u201eDas Problem ist aber, dass die Unterlagen h\u00e4ufig nicht auf dem neuesten Stand sind, da sie nur unregelm\u00e4\u00dfig aktualisiert werden\u201c, erl\u00e4utert Gommlich. Mit der neuen App l\u00e4sst sich sowohl das Hydrantennetz rund um den Einsatzort visualisieren als auch die ben\u00f6tigte Schlauchl\u00e4nge berechnen. \u201eDadurch ist es m\u00f6glich, bereits w\u00e4hrend der Anfahrt die am g\u00fcnstigsten gelegenen Hydranten auszusuchen und die Vorgehensweise beim L\u00f6schen zu planen.\u201c Aber auch w\u00e4hrend des Notfalls bietet die Software Unterst\u00fctzung, denn sie kann digital die Atemschutzger\u00e4te \u00fcberwachen.<\/p>\n<p>Werden bei Br\u00e4nden diese Ger\u00e4te zum Schutz der Helfer verwendet, muss der Druck in den Beh\u00e4ltern st\u00e4ndig kontrolliert werden. Die Feuerwehrleute in der Gefahrensituation melden ihn per Funk zu bestimmten Zeitpunkten an die Einsatzleitung, die ihn in einer \u00dcberwachungstafel festh\u00e4lt. \u201eDie verbleibende Einsatzzeit beruht aber eher auf Vermutungen\u201c, gibt Gommlich zu Bedenken. \u201eDenn beim ersten Anschlie\u00dfen des Ger\u00e4tes wird abh\u00e4ngig von der Schwere des Brandes gesch\u00e4tzt, wie schnell der Druck wahrscheinlich abf\u00e4llt. Sollte sich aber herausstellen, dass die Arbeit der Einsatzkr\u00e4fte anstrengender ist als vermutet, geht dieses Prinzip nicht mehr auf \u2013 es k\u00f6nnte also im schlimmsten Fall zu einem Atemschutznotfall kommen. Bei unserer App kann man hingegen die Daten eingeben und sich den Druckabfall zwischen den Messpunkten automatisch berechnen und die Resteinsatzdauer prognostizieren lassen.\u201c<\/p>\n<p>Doch nicht nur bei Br\u00e4nden, sondern auch bei Verkehrsunf\u00e4llen kann die Software die Arbeit der Retter erleichtern. So erm\u00f6glicht die App, die Warntafeln \u2013 die rechteckigen, orangefarbenen Schilder auf Fahrzeugen, die Gefahrgut transportieren \u2013 per Scan zu identifizieren. \u201eWir erhalten dadurch direkt die n\u00f6tigen Informationen zu Gefahren, die von den bef\u00f6rderten Gegenst\u00e4nden oder Stoffen ausgehen, und Tipps zu L\u00f6schmitteln, die wir verwenden k\u00f6nnen \u2013 ohne lange in speziellen B\u00fcchern nachschlagen zu m\u00fcssen\u201c, beschreibt Gommlich die Vorteile der App.<\/p>\n<p>Auch bei der Rettung eingeklemmter Personen liefert die Software schnellen Rat: \u201eBeim Zerschneiden komplexer Fahrzeugkonstruktionen geht h\u00e4ufig wertvolle Zeit verloren\u201c, erl\u00e4utert Gommlich. \u201eDank so genannter Rettungskarten, auf denen wichtige Bauteile wie Airbags oder Gurtstraffer in einer Fahrzeugskizze dargestellt werden, k\u00f6nnen die Einsatzkr\u00e4fte schnell feststellen, wo sie ansetzen m\u00fcssen, um die eingeklemmte Person sicher zu befreien. Leider haben aber nur wenige Autofahrer die Rettungskarten im Wagen.\u201c Der Informatiker und sein Team haben deshalb auf der App ein Feature eingebaut, mit dem die Feuerwehrleute diese Anleitung zum sicheren Zerschneiden f\u00fcr verschiedene Automodelle direkt auf den Tablet-PC laden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Software k\u00f6nnte sich als Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Retter in der Not erweisen. Aber auch Gommlich ist sich klar, dass die modernen Ger\u00e4te nur technische Hilfsmittel sein k\u00f6nnen: \u201eLetztendlich kommt es darauf an, ob unsere Entwicklung den Einsatzkr\u00e4ften in der Gefahrensituation einen Nutzen bringt oder sie eher behindert.\u201c Bei Tests mit einer Berufsfeuerwehr wollen der Doktorand der Bergakademie und seine Kollegen deswegen herausfinden, an welchen Stellen sie die App, die bislang als Prototyp f\u00fcr iPads vorliegt, noch verbessern m\u00fcssen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"\/\/www.youtube.com\/embed\/y5nU2sBVJfE\" width=\"640\" height=\"360\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei Eins\u00e4tzen der Feuerwehr kommt es oft auf jede Sekunde an. Informatiker der TU Bergakademie Freiberg haben deswegen eine App entwickelt, die den Helfern in der Not \u00fcber Tablet-PCs schnell Informationen zur Gefahrenlage liefert. 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