Zitat von Christa Maria Höppner, TU BA Freiberg

Total begeistert waren die Schüler der 5. und 9. Klasse des Freiberger Geschwister-Scholl-Gymnasiums nach ihrer virtuellen Entdeckungstour durch die Mineralogische Sammlung der TU Bergakademie Freiberg am 19. Juni 2006. Auf Einladung der Professoren Bernhard Jung (Informatik) und Gerhard Heide (Mineralogie) testeten sie vor Ort ein Computerspiel, das Informatikstudenten der TU Bergakademie zur Zeit für die Mineralienausstellung „Terra Mineralia“ entwickeln. Die weltweit einmalige Sammlung eröffnet 2008 im Schloss Freudenstein für Besucher.

Das Multimedia-Projekt mit dem Spiel „Via-Mineralia“ wendet sich vorrangig an junge Besucher. Mit dem Minicomputer geht es durch die Ausstellungsräume und an ausgewählten Exponaten gilt es Fragen zu beantworten. Ist die Antwort richtig, gibt es Punkte. Wer die Höchstzahl erreicht, kann sich in einem Highscore aufnehmen lassen.

Auf diese Art und Weise erfahren die jugendlichen Besucher nicht nur Wissenswertes über Minerale, sondern lernen spielerisch modernste Technik zu handhaben. Sie war sogar für die Fünftklässler beim Testdurchlauf im Werner-Bau kein Problem. Schnell erfassten die Mädchen und Jungen die wesentlichen Zusammenhänge. Mit Eifer gingen sie dann auf die Jagd nach Punkten. Zehn Exponate mussten erkannt und eingescannt werden. Dann galt es Fragen zu beantworten, die leichter fielen, wenn man die Erklärungstexte an den Exponaten gelesen hatte. Die Höchstpunktzahl 365 schafften nicht nur Robert und Tom aus der 9. Klasse, sondern auch die Fünftklässler Anna-Lena und Laura, Eric und Florian sowie Felix und Ron.

Auf die Frage von Prof. Bernhard Jung, ob sie ein Museumsbesuch reize, wenn solche Technik für den Rundgang geboten wird, erntete er ein lautstarkes, begeistertes „Ja“. Wichtig für die Probanden war vor allem der Wettbewerbsgedanke, das war an diesem Nachmittag ganz deutlich zu spüren. Mit großem Eifer und Ehrgeiz, aber auch Spaß waren alle 13 „Testschüler“ bei der Sache. Für den Informatik-Professor und seine Studenten, die nicht weniger angetan waren vom Wissensdurst und der schnellen Auffassungsgabe der Gymnasiasten, stellte dieser Probelauf einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft dar. Der Prototyp, der momentan zehn Exponate umfasst, kann nun inhaltlich und technisch weiter entwickelt werden.

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